Mantrailing

Mantrailing kommt ursprünglich aus den USA, wo damals vor allem Bloodhounds dazu eingesetzt wurden. Der englische Begriff Mantrailing setzt sich zusammen aus den englischen Worten Man = Mensch und Trail(ing) = eine Spur (verfolgen). Mantrailing bedeutet also die Suche nach Menschen. Zum Beispiel weil sie als vermisst gelten oder weil man nach ihnen fahndet.

Ein gut ausgebildeter Mantrailer (auch Personenspürhund genannt) kann eine mehrere kilometerlange, 24 Stunden alte oder je nach Witterung auch ältere Spur verfolgen.

Immer mehr Hundehaltende entdecken das Mantrailing für sich und ihren vierbeinigen Partner als Hobby und ideale Auslastung. Schliesslich ist man gemeinsam als Team unterwegs und der Mensch darf lernen der Nase seines Vierbeiners zu vertrauen.

Beim Mantrailing geht es um die Verfolgung der Spur eines bestimmten Menschen auf Grund einer Geruchsprobe (Individualgeruch). Als Geruchsproben kann zum Beispiel ein T-Shirt, ein Taschentuch oder eine Socke etc. dienen. Also alles, womit die gesuchte Person direkt in Berührung gekommen ist.

Der Individualgeruch eines Menschen ist wie ein Fingerabdruck er setzt sich wie folgt zusammen:

  • Durch ca. 40‘000 Hautzellen, die wir Menschen täglich verlieren (ca. 16g/Tag)
  • Durch ständige Ausscheidungen über den Verdauungs- und Atemtrakt
  • Durch die täglich ca. 500 bis 1000 ml Wasser, die wir über Haut, Atmung und Schleimhäute verlieren
  • Durch Stoffwechselprodukte und Gase (Ammoniak, Wasserstoff, Kohlendioxid, Phenol, Methan, Fettsäuren, usw.), die wir via der Zersetzung abgestossener Zellen absondern
  • Neben individuellen genetischen Faktoren spielen auch Umgebung, Lebensumstände und Nahrung der jeweiligen Person eine Rolle

Der Hund gehört zu den sogenannten Makrosmatikern, d.h. zu den Lebewesen, bei denen der Geruchssinn sehr gut entwickelt ist und in ihrem Leben eine besonders grosse Rolle spielt.

So hat der Hund ca. 250 Mio. Riechzellen, wobei wir Menschen im Vergleich nur ca. 5 Mio. dieser Zellen besitzen. Das Riechhirn, wo alle Geruchsinformationen verarbeitet und weitergeleitet werden, macht beim Hund 10 % des Gehirns aus – bei uns Menschen lediglich 1%

Vermisste Personen Suche ist für jeden Hund geeignet. Vom kleinen Pinscher bis zur grossen Dogge kann jeder Hund Mantrailer werden. Auch Welpen oder ältere Hunde.

Besonders für Ängstliche Hunde ist es von Vorteil. Ein Beispiel: Ein Hund, der sich im Alltag vor Kindern fürchtet, lernt eine Spur konzentriert zu verfolgen und schafft es dabei die spielenden Kinder unterwegs auszublenden, vor welchen er sich sonst fürchtet.

Zum Trailen wird folgendes benötigt:

  • Gut sitzendes Halsband
  • Eine lange Leine ( 7 m)
  • gut sitzendes Brustgeschirr (darf nicht im Alltag verwendet werden)
  • tolle Belohnungen (Futter und/oder Spielzeug
  • Wasser (Nasenarbeit macht durstig)

Mantrailing fördert die Beziehung, die Bindung wird gestärkt, jagdlich motivierten Hunden wird ein alternativ verhalten geboten, und Umweltängste können dadurch Therapiert werden. Es ermöglicht eine gute geistige wie körperliche Auslastung. Aber auch uns Menschen gibt es die Möglichkeit den Hund in seiner Welt besser zu verstehen und auf seine Bedürfnisse besser eingehen zu können.

Wir bieten das Mantrailingtraining unter der Woche und am Wochenende an.

Unsere Gruppen bestehen aus max. 6 Teilnehmern.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.